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Aktuelles

Die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen appelliert mit 143 weiteren hessischen und bundesweiten Organisationen an die Landesregierung, ihren Worten endlich Taten folgen zu lassen. Die Unterzeichnenden fordern ein dauerhaftes Aufnahmeprogramm des Landes, das sichere und legale Zugangswege und eine Lebensperspektive für besonders verletzliche Menschen aus Flüchtlingslagern sichern soll.

Der von Papst Franziskus ausgerufene 106. "Welttag des Migranten und des Flüchtlings" findet in diesem Jahr am 27. September statt und ist Bestandteil der Interkulturellen Woche, die vom 27. September bis zum 4. Oktober läuft. In seiner Botschaft zum Welttag widmet sich Franziskus vor allem "dem Drama der Binnenvertriebenen, (...)  das die durch die COVID-19-Pandemie ausgelöste weltweite Krise nochmals verschärft hat".

Der paritätische Gesamtverband hat eine Arbeitshilfe zum Thema "Unterstützungsarbeit mit Geflüchteten in Zeiten der Corona-Pandemie 2020 - Praxistipps zu Rahmenbedingungen und Nutzung onlinebasierter Kommunikation" veröffentlicht. Die Arbeitshilfe ist "work in progress" und wird bei Bedarf aktualisiert. Sie soll Anregungen für Berater*innen, Unterstützer*innen und weitere mit Geflüchteten Engagierten geben.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat die Überstellung von vulnerablen Schutzsuchenden aus Moria, vertreten durch PRO ASYL/Refugee Support Aegan, in eine menschenwürdige Unterbringung angeordnet. Der Gerichtshof gewährt vorläufige Maßnahmen im Fall E.I. u.a. gegen Griechenland, um die sofortige Überstellung von insgesamt acht Personen aus Moria in eine angemessene Unterkunft sicherzustellen.

Die Corona-Pandemie gefährdet nicht nur die Gesundheit, sondern birgt auch viele weitere Risiken. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie sind längst in aller Munde, doch auch die sozialen und kulturellen Folgen dieser bisher einzigartigen Krise sind nicht zu unterschätzen. Mit Blick auf die Zukunft von Migrantenorganisationen äußert sich nun der Geschäftsführer des Multikulturellen Forums e. V., Kenan Küçük, besorgt.

Auf der Internetseite der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Annette Widmann-Mauz, gibt es Informationen zum Corona-Virus in verschiedenen Sprachen. Wichtigste Neuerung ist eine Kurzinformation zum Ausdrucken. Diese richtet sich vor allem an Menschen, die weniger online sind. Sie dient als niedrigschwellige Ansprache und verweist auf die genaueren Informationen auf der Internetseite.

Die Interkulturelle Woche 2020 findet statt

Be optimistic

Trotz Unsicherheiten für Veranstaltende: Die Planungen zur Interkulturellen Woche 2020 beginnen.

Hefteinträge

Junge Freiwillige desinfizieren die Straßen in einem überwiegend von Roma bewohnten Viertel der bulgarischen Stadt Varna.
Bedrohte Räume der Vielfaltsgesellschaft

In Zeiten der Corona-Pandemie tritt der allgegenwärtige Antiziganismus in Europa ganz besonders deutlich zutage. Wieder einmal werden Sinti und Roma pauschal diskriminiert, werden Angehörige der Minderheit als Seuchenträger ins Visier genommen und diffamiert, auch von staatlicher Seite. Solche Mechanismen sind nicht neu, vielmehr gab es sie schon vor Jahrhunderten, wie ein Blick in die Geschichte verrät.

Die EMRK wurde am 4. November 1950 in Rom von Mitgliedern des Europarats unterzeichnet.
Flucht und kommunale Handlungsmöglichkeiten

Die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) verkörpert die Idee eines Europa der Menschenrechte. Was das Dokument wert ist und ob die große Idee Gültigkeit hat, lässt sich im Jahr 2020 jeden Tag an den europäischen Außengrenzen messen. Dort herrscht eine Realität für geflüchtete Menschen, die sich mit Not, Verzweiflung und Entrechtung umschreiben lässt.

Das International Welcome Center in Heidelberg.
Flucht und kommunale Handlungsmöglichkeiten

Die städtische Ausländerbehörde unter einem Dach mit dem Interkulturellen Zentrum – was auf den ersten Blick fast unmöglich erscheint, ist in Heidelberg seit über drei Jahren Realität. Dort eröffnete im Dezember 2016 in Gebäuden einer rehemaligen Tabakfabrik das "International Welcome Center" (IWC). Damit wurde eine deutschlandweit einmalige Institution geschaffen.

Videos

Video-Übersicht

Wir begleiten Aysun Aydemir, die Integrationsbeauftragte der Stadt Lünen in Westfalen, einen Tag lang bei „ihrer“ Interkulturellen Woche. Sie zeigt uns in beeindruckender Weise, was in einer Stadt möglich ist, wenn Organisierende, Verwaltung und Schulen an einem Strang ziehen. Nutzen Sie diesen Film, um die IKW in Ihrem Umfeld bekannt(er) zu machen.

Der Animationsfilm erklärt, wo die Interkulturelle Woche herkommt, was ihre Ziele sind und was während der IKW eigentlich passiert. Er darf gerne weiterverbreitet werden. Gerade in Zeiten mit Kontakteinschränkungen kann der Film als Inspiration für Ihre Kinder- und Jugendarbeit hilfreich sein, etwa im Unterricht oder der Konfigruppe. Wir sind gespannt auf Ihre Rückmeldungen.

Sami Omar ist Autor, Sprecher und Moderator. Bei der Vorbereitungstagung zur Interkulturellen Woche 2020 hielt er einen beeindruckenden Vortrag mit der Überschrift "Warum wir über Rassismus sprechen müssen". In diesem Interview mit Caroline Frank geht es auch um dieses Thema und um Omars Buch "Sami und die liebe Heimat". 

Good Practice

Pfarrerin Sylvia Bukowski hat für den Kirchenkreis Wuppertal ein Corona-Gebet geschrieben, das auch für Gottesdienste im Rahmen der IKW genutzt werden kann. Für das Materialheft zur Interkulturellen Woche 2020 hat sie eine Predigtanregung zum Thema "Hoffnung für die Opfer von Gewalt" und eine Fürbitte verfasst.

Ein Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft Lochhause-Langwied heißt Besucher willkommen.

Die Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete in Lochhausen-Langwied liegt im Westen von München. Schon bald nach der Eröffnung im Dezember 2016 machte sich die örtliche AWO Gedanken, wie sie die Nachbarschaft mit den Bewohnern zusammenbringen könnte. Die erfolgreiche Idee war eine urdeutsche Institution: ein Stammtisch.

Vier Religionssymbole (im Uhrzeigersinn von oben links): Christentum, Judentum, Islam und Bahá’í.

Gleich zwei interreligiöse Veranstaltungen hat die Stabsstelle Integration der Stadt Flensburg 2019 im Rahmen der Interkulturellen Woche (IKW) organisiert. Eine "Reise zu Fuß zu den Weltreligionen" und der Interreligiöse Dialog "Was glaubst Du?". Letzeres war eine Premiere, der Dialog soll auch 2020 fortgeführt werden.

Das Ensemble von "Halber Apfel"

Nach "Stefanie integriert die Öztürks" und "Almanya, ich liebe dich" ist der „Halbe Apfel“ mit seinem neuen Stück "Öztürks III - Die Traumhochzeit" wieder im deutschsprachigen Europa auf den Bühnen zu sehen. Die Komödie in komplett deutscher Sprache verspricht Comedy mit Lachkrämpfen und einer Prise Ernsthaftigkeit.

Filmplakat "Alltagsrassismus"

Die Filmreihe besteht aus einem Kurzspielfilm und mehreren dokumentarischen Filmen. In Zeiten von Rechtspopulismus und Hetze im Netz erzählen die Jugendlichen frei und unzensiert von ihren Erfahrungen, Sorgen und Hoffnungen und stellen sich die Frage, was jede/r Einzelne gegen Rassismus tun kann. Als DVD, Download und Stream erhältlich.

Die Texte und Bilder der Ausstellung wurden auch alle zusammen in einem Einkaufszentrum gezeigt.

Kaum etwas wird in den vergangenen Jahren so häufig und hitzig diskutiert wie das Thema "Flucht und Asyl". Und immer wieder wird über "die Geflüchteten" gesprochen. Doch wer sind DIE? Das ist der Ansatzpunkt einer Ausstellung, die im Rahmen der Interkulturellen Woche in Speyer umgesetzt wurde und die auch Vorbild für andere "Wochen" sein kann.